Großstadt Wildnis – Sven Meurs
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Großstadt Wildnis – Sven Meurs

Wildtiere erobern den urbanen Lebensraum – deutsche Großstädte aus einer neuen Perspektive

Es gibt kaum Regionen in Deutschland, die so artenreich sind, wie die Großstädte. Unbemerkt von den Menschen erobern sich Flora und Fauna die Städte zurück, finden Nischen, in denen sie überleben und sich ausbreiten können. Seit über zehn Jahren porträtiert Sven Meurs die Natur deutscher Großstädte, begleitet Menschen, die in und mit der Stadtnatur arbeiten und macht sich auf die Suche nach Tieren, die sich mit der Großstadt arrangiert haben.

Das leidenschaftliche Interesse an der urbanen Wildnis ist bei Sven Meurs auf eine nächtliche Begegnung im Frühjahr 2004 mit einem Fuchs, mitten in Köln, zurückzuführen. Tief beeindruckt von diesem Ereignis ließen ihn fortan die Fragen nicht mehr los, welche Tiere in den deutschen Metropolen leben – oft nachts im Verborgenen, oft aber auch offensichtlich, ohne dass es Beachtung findet. Warum kommen die Tiere überhaupt in die Städte und damit in die Nähe des Menschen? Wie kommen sie mit den menschlichen Mitbewohnern zurecht? Sven Meurs macht das Unsichtbare sichtbar und erlebbar.

Die Bilder der Ausstellung erzählen ungewöhnliche Tier-Geschichten aus zehn deutschen Metropolen, wobei jede ihre besonderen tierischen Stadtbewohner beheimatet. Berlin ist die Hauptstadt der Wildschweine, Frankfurt die Stadt der Eulen. In München hat der Biber die Isar wiederentdeckt und in Düsseldorf fischt der Eisvogel mitten im Park. Um diese und andere Tiere zu fotografieren, braucht es drei entscheidende Dinge, die gleichzeitig die Arbeitsweise eines Stadttierfotografen charakterisieren: Wissen, Zeit und jede Menge Geduld. Zunächst hat Sven Meurs online nach spannenden Motiven recherchiert. In den jeweiligen Städten hat er Ansprechpartner gesucht, die sich gut mit der Stadtnatur auskennen. Danach sind Zeit und Geduld unerlässlich – so hat der Fuchs auf dem Titelbild seines ausstellungsbegleitenden Bildbandes „Großstadt Wildnis“ etwa 240 Stunden auf sich warten lassen. Insgesamt hat Meurs fünf Jahre in vierzehn Großstädten fotografiert, als abgeschlossen betrachtet er sein Projekt jedoch nicht: „Falls jetzt bald ein Wolf in Dresden, Magdeburg oder Chemnitz auftaucht, bin ich sofort unterwegs, um ihn zu fotografieren.“

Ziel dieser Ausstellung ist es, auf die Stadtnatur aufmerksam zu machen. Mit seinen humorvollen Bildern möchte Sven Meurs Begeisterung wecken, um über die Einzigartigkeit der Lebensräume von Tier- und Pflanzenarten in der Stadt zu informieren. Die Bilder sind Anregungen, sich für den Erhalt von Natur und Tierwelt einzusetzen, sei es durch ein Vogelhäuschen oder eine Winterfütterung auf Ihrem Balkon, durch ein Bienenhotel im (Schreber-)Garten oder durch das Engagement in einer der vielen Naturschutzorganisationen. Die Großstädte sind oft artenreicher als das Umland – mit ein bisschen Geduld und aufmerksamem Blick kann jeder Besuch in der Stadtnatur zu einer faszinierenden Safari werden.

Mittwoch, 21. Januar 2021, 19 Uhr
Großstadt Wildnis – auf Tiersafari in unseren Städten
Multimedia-Vortrag zur Ausstellung



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