Neofaschismus in Deutschland: Ausstellung in der vhs

Neofaschismus in Deutschland: Ausstellung in der vhs |   Politik News

1947 gründeten Vertreter*innen der 250.000 Überlebenden des faschistischen Terrors im Rahmen der "1. Interzonale Länderkonferenz der VVN" in Frankfurt den Gesamtdeutschen Rat der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN). Zum 75. Geburtstag der VVN zeigt die vhs Aachen eine Ausstellung zum Thema "Neofaschismus in Deutschland – neueste Entwicklungen in Deutschland".

Verbote und Verbotsversuche in der BRD, formelle Auflösung in der DDR, Angriffe von Rechts, fortgesetzte Diffamierung durch den Inlandsgeheimdienst und die Drohung mit dem Entzug der Gemeinnützigkeit – die VVN hat in ihrer bewegten Geschichte schon einige Hindernisse überwinden müssen. Heute hat die VNN mehr Mitglieder denn je. Darunter befinden sich Widerstandkämpfer*innen und Zeitzeugen, die im Schulunterricht lebendig von Faschismus und Krieg erzählt haben. Auch die Mitwirkung bei Gedenkveranstaltungen und das Engagement gegen Rechts, zum Beispiel in antifaschistischen Regionalkonferenzen, gehören zu den Zielen der VVN.

Die Ausstellung in der vhs Aachen erinnert unter dem Motto "Antifaschismus bleibt unverzichtbar!" an 75 Jahre antifaschistisches Engagement, Einsatz für den Frieden, Erinnerung an Nazi-Terror und Widerstand und ein Plädoyer für eine klare Haltung gegen Neofaschist*innen.

In Deutschland werden Menschen beschimpft, geschlagen oder ermordet, weil sie aufgrund ihrer Herkunft, ihres Aussehens oder ihrer Lebensweise nicht in das Bild passen, das Nazis von der oder dem "Deutschen" haben. Mindestens 187 Todesopfer hat die neofaschistische und rassistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert, möglicherweise noch einige mehr – weil Hinweise auf neofaschistische Tatmotive oft nicht verfolgt wurden.

Die Ausstellung will dazu beitragen, dass Neofaschismus nicht auf Dauer zum Alltag gehört. Sie informiert über dessen Ideologie und Praxis und benennt Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns.

Die Ausstellung ist vom 27. September bis zum 20. Oktober 2022 im Foyer der Volkshochschule Aachen in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr zu besichtigen.

 

Eröffnung der Ausstellung am 27. September 2022

Zur Eröffnung spricht der Historiker Dr. Ulrich Schneider, einer der Bundessprecher der VVN-BdA und Generalsekretär der Internationalen Föderation der Widerstandskämpfer (FIR), der auch einen Blick auf die Entwicklung in den Nachbarländern werfen wird. Die vhs Aachen lädt herzlich zu diesem Termin ein:

Dienstag, 27. September 2022, 19:00 Uhr
Forum, Raum 241
vhs Aachen, Peterstr. 21-25, 52062 Aachen
Eintritt frei

 



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Volkshochschule Aachen

Peterstraße 21–25
52062 Aachen
Telefon +49 241 4792-111
Fax +49 241 406023
vhs[at]mail.aachen.de

Öffnungszeiten des Kundenzentrums

Montag und Mittwoch

09:0018:30 Uhr

Dienstag und Donnerstag

09:0017:00 Uhr

Freitag

09:0013:00 Uhr