„Dieser Krieg wird sich hinziehen“ – Der Ukraine-Krieg in den Medien

„Dieser Krieg wird sich hinziehen“ – Der Ukraine-Krieg in den Medien |   Allgemeines

euro|topics-Pressebriefing SPEZIAL und Livestream mit den Korrespondenten aus Kiew (zur Zeit in Wuppertal) und Sankt Petersburg

Am 24. Februar 2022 begann die Invasion russischer Truppen in die Ukraine. Seitdem dauert der Angriffskrieg Russlands mit zunehmender Härte und Zerstörung an. Die genauen Opferzahlen sind unbekannt. Mehrere Hunderttausend Ukrainerinnen und Ukrainer verlassen derweil ihr Land und flüchten in die europäischen Nachbarstaaten. Die Nato- und EU-Staaten beschlossen umfangreiche Sanktionen gegen Russland. Die Ukraine erhält humanitäre Hilfslieferungen. Viele Staaten, darunter auch Deutschland, liefern zudem Waffen zur Verteidigung des Landes.

Nach einer Woche Krieg bilanziert die europäische Presse die bisherige Entwicklung sehr unterschiedlich. Im Fokus dabei oft der Aggressor Russland. Während sich für die Zeitung Polityka aus Polen Russland auf Dauer isoliert hat: „Putin ist ein Platz auf der Müllhalde der Geschichte bereits sicher. Die Führer anderer Länder, die als traditionelle Verbündete Russlands gelten, auch in Zentralasien, wollen nicht neben ihm landen“, stellt die Corriere della Sera aus Italien fest, dass Russland viel weniger isoliert sei, als es erscheint: „Von Peking oder Delhi, von Karatschi oder dem Persischen Golf aus betrachtet, scheint weniger offensichtlich, dass die Krise für Moskau eindeutig verheerend ist.“

Aber auch das Leiden der ukrainischen Bevölkerung, das Schicksal der Flüchtlinge und der immer brutaler werdende Krieg wird in den Medien aller Länder Europas thematisiert. So schreibt u.a. die Prager Zeitung Lidové noviny: „Dieser Krieg wird sich hinziehen. Aber ein Blick auf die Karte der Bewegung der Fronten, auf den russischen Vormarsch am Schwarzen Meer, macht ziemlich pessimistisch. Wir sollten nicht mit der Rückkehr der ukrainischen Flüchtlinge rechnen, die zu uns kommen.“

Wir diskutieren im Livestream die Reaktionen in den europäischen Medien auf den Krieg in der Ukraine und schalten live zu unseren Korrespondenten Bernhard Clasen (bis vor kurzem in Kiew) und Lothar Deeg (Sankt Petersburg, Russland). Von Berlin aus gibt uns euro|topics -Redaktionsleiterin Judith Fiebelkorn einen Überblick über die Presseberichterstattung im restlichen Europa.

Unsere Gäste:

Lothar Deeg ist euro|topics-Korrespondent in Russland. Er studierte Journalistik in München, begleitet von einer Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule München. Seit 1994 lebt er als freier Journalist und Korrespondent in St. Petersburg. Er ist Autor mehrerer Reiseführer über St. Petersburg sowie der Bücher "KulturSchock Russland" und "Kunst & Albers - Die Kaufhauskönige von Wladiwostok".

Bernhard Clasen ist euro|topics-Korrespondent in der Ukraine. Nachdem er 1986 sein Studium in Heidelberg als akademisch geprüfter Übersetzer für Russisch abgeschlossen hatte, arbeitete er als Übersetzer, Journalist und Dolmetscher. Seit 2014 ist er taz-Korrespondent in Kiew. Er veröffentlichte u.a. in der taz, der Schweizer Wochenzeitung WOZ und in Neues Deutschland.

Judith Fiebelkorn ist Redaktionsleiterin von euro|topics bei n-ost. Sie hat Politik und Soziologie in Hannover studiert und an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin volontiert. Vor ihrer Zeit bei n-ost arbeitete sie als freie Journalistin in Berlin.

Auf einen Blick:

euro|topics-Pressebriefing SPEZIAL – Die Ukraine-Krieg in den europäischen Medien

Wo: Livestream über unseren https://www.youtube.com/watch?v=QAUMaIauy0c, Twitter (www.twitter.com/bpb_de) und Facebook-Kanal sowie auf www.bpb.de/go-east-iii

Die Aufzeichnung des Livestreams könne Sie auch zu einem späteren Zeitpunkt Nachschauen.



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