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Rundgang am Grenzübergang Köpfchen – Leben und Leiden der Grenzbevölkerung

Rundgang

Rahmenprogramm zur Einweihung der Tafel Wege gegen das Vergessen am Grenzübergang Köpfchen
Der Historiker Dr. Herbert Ruland nimmt Sie mit auf eine spannende Reise rund um die Geschichte des Grenzübergangs Köpfchen.
Der ehemalige Dozent der Autonomen Hochschule in der Deutschsprachigen Gemeinschaft und ehemalige wissenschaftlicher Leiter von GrenzGeschichteDG, wird an diesem Nachmittag die Alltagsgeschichte der Menschen in den Mittelpunkt seines Rundgangs stellen. Geschichte wird lebendig und das Wissen der Fakten erfährt eine emotionale und durch die Verortung des Rundgangs sinnliche Erweiterung.
Die Bewohner von Grenzregionen können fast immer von leidvollen Erfahrungen berichten. Im Fall von Kriegsereignissen zwischen Nachbarn sind sie die Ersten die hiervon betroffen sind: durchziehende Truppen, Verwüstungen, Einquartierungen, Ablieferung von Lebensmitteln etc. waren und sind an vielen Enden der Welt noch heute an der Tagesordnung.
Auch an der Schnittstelle Köpfchen und in der Umgebung der ehemaligen Freien Reichsstadt Aachen ging es im Lauf der Geschichte ‚drunter und drüber’. Hier ‚empfahlen’ sich u.a. Limburger, Brabanter und Burgunder, Habsburger der spanischen und der österreichischen Linie, niederländische Generalstaatler, republikanische und kaiserliche Franzosen, Preußen und ‚Groß-Deutsche, US-Amerikaner, die von den Einen als Befreier von vielen der Anderen zumindest zunächst als Besatzer empfunden wurden.
Auf Köpfchen verläuft die Grenze – historisch gesehen zwischen Ost und West -seit Menschengedenken: nur in der Zeit von 1815 (Wiener Kongress) bis 1919/20 (Versailler Vertrag) und 1940-1944 lag die deutsch-belgische Grenze weiter westlich.
Die wechselvolle der Region ist hier auf Köpfchen in der Natur konserviert und kann noch heute problemlos besichtigt werden, da sind vor allem:
- der Landgraben mit Wall und „Harfenbuchen“ als befestigte Grenze der Freien Reichstadt Aachen nach 1439,
- Grenzsteine aus verschiedenen Epochen,
- ein Kreuz, das an einen in der Franzosenzeit hier gemeuchelten Fuhrmann erinnert,
- die skurrilen Zyklopensteine als Touristenattraktion schon Ende des 19, Jahrhunderts,
- diverse Zollanlagen, Häuser auf der Grenze, die zum Schmuggel geradezu einluden und nicht zuletzt die Höckerlinie des Westwalls…
Um all diese Zeitzeugnisse, rankt sich viel große Geschichte und auch Geschichten von einzelnen Menschenschicksalen. Davon wird auf dem Rundgang berichtet.


Status: Kurs abgeschlossen

Kursnr.: 212-04015

Beginn: So., 14.11.2021 , 15:00 - 16:30 Uhr

Termin/e: 0

Kursort: Grenzübergang Köpfchen, Eupener Straße

Entgelt: Eintritt frei

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N.N.

Abgelaufen


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