„Würde-los!“ Degradierungen und Verfolgungen von Wissenschaftlern an der RWTH Aachen 1933-1945
Nach der NS-Machtübernahme 1933 begannen an der Technischen Hochschule Aachen systematische Vertreibungen und Entrechtungen von Wissenschaftler*innen. Renommierte Professoren wie Otto Blumenthal, Theodor von Kármán und Ludwig Hopf verloren ihre Ämter, Nachwuchswissenschaftler*innen ihre Doktortitel. Jüdische Wissenschaftler*innen, politische Gegner und Unangepasste wurden ausgegrenzt, denunziert und in den Tod getrieben. Der Vortrag zeigt die perfiden Mechanismen der Verfolgung: Studierende lieferten Dozenten an die Gestapo aus, Prüfungsausschüsse entzogen Doktortitel, Kolleg*innen verweigerten Unterstützung. Anhand bislang unbekannter Archivquellen wird dargestellt, wie sich die Hochschule selbst an der Verfolgung beteiligte und warum die Aufarbeitung dieser dunklen Geschichte erst Jahrzehnte später begann.
Status:
Kursnr.: 261-04473
Beginn: Do., 12.03.2026 , 19:00 - 21:00 Uhr
Termin/e: 1
Kursort: vhs, Peterstraße, Raum 241, Forum
Entgelt:
kostenfrei
Peterstr. 21-25
52062 Aachen
Angelina Pils
Angelina Pils, M.A., studierte Geschichtswissenschaft, Politische Wissenschaft und Judaistik an den Universitäten Düsseldorf und Aachen. 2015 gewann sie den Helmut A. Crous Geschichtspreis in der Kategorie „Wissenschaft“ für ihre Beteiligung an einer studentischen Ausstellung zum Beginn des Ersten Weltkriegs in Aachen. Seit 2018 arbeitet Frau Pils als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für die Geschichte der Neuzeit (19-21. Jh.) mit ihren Wissens- und Technikkulturen, wo sie zur Affäre Schneider/Schwerte promoviert. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören neben der Geschichte des Nationalsozialismus vor allem erinnerungskulturelle und ideengeschichtliche Fragestellungen.Kurse der Kursleiterin